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Während Michael eine Zeit um die 5.15 h anstrebte, konnte mein Ziel als Mitteldistanz- Novize nur sein, vernünftig durchzukommen.
Gerade der Halbmarathon nach der anspruchsvollen Radstrecke (in Triathlonsprache: “selektiven“ Radstrecke) mit 1340 Höhenmetern und
Steigungen mit 16% bereitete mir große Sorgen. Am Donnerstag war es soweit. Die Radstrecke wurde „besichtigt“. Sie war viel schlimmer
als befürchtet. Die Steigungen waren sehr unrhythmisch. Neben dem Kalvarienberg (16%) waren viele kleine Steigungen mit 12 % zu bewältigen.
Selbst ich – mit einem „Rentnerritzel“ oder auch „Mariahilfskranz“ (vorne 3 Ritzel) ausgerüstet, musste mehrmals aus dem Sattel. Zudem blies
einem an der langen Steigung zur Stixnerhöhe ein steifer Wind entgegen. Michael, der auch am Donnerstag eine Proberunde fuhr, hatte
Schwierigkeiten sein seitenwindempfindliches Carbon-Rad auf Spur zu halten. Erschöpft stieg ich vom Rad, meine Erwartung an den Radstundenschnitt von 28 km/h wurde kräftig nach unten korrigiert – jetzt wurde es Zeit, sich mit den Limitzeiten näher zu beschäftigen. Ein Plattfuß beim Radfahren und schon wird es knapp. Eine Halbmarathonzeit von 2:10 h halte ich für nicht besonders großzügig ... der Besenwagen droht. |
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Der Wettkampf war dann ein großartiges Erlebnis. Die Bedingungen waren absolut optimal. Bei ca. 23° C und bewölktem Himmel war es nicht zu
kalt und nicht zu warm und der Wind war auch harmlos. Beim Schwimmen wurden alle 560 Männer gleichzeitig durch einen Wasserstart auf die
Strecke geschickt. Michael kam nach 32:34 und ich (der ALLGÄU HAI) nach 34:12 Min. aus dem Wasser. Training bei Britta tut gut – immerhin
knapp 26 Min. Vorsprung vor dem Besenwagen ... Die Zuschauer trugen uns um den 46 km Rundkurs. Hunderte schrieen uns auf den Kalvarienberg hinauf, am Schlussanstieg am Ettensberg hatte eine Zuschauerin mitten im Wald eine lautstarke Musikanlage aufgebaut, und selbst vor einsamen Bauerhöfen standen die Landwirte und feuerten uns an. Durch diesen Motivationsschub konnte ich dann doch – wider Erwarten – den 28er Stundenschnitt erreichen. Der Halbmarathon war dann bei diesem optimalen, für mich nicht zu heißen Wetter, dann zum Glück auch kein Problem. Nach 92 km Radfahren war mein Nacken froh, eine andere Haltung annehmen zu dürfen. Langsam, aber stetig, wurden die Kilometer hinter sich gebracht (2:09). Beim Laufen werde ich nur noch überholt, ich selber überhole nur noch die „Geher“ – was soll`s? (... würde ich doch 10 kg weniger wiegen ...). |
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