30.07.2007
Tri Power Athleten in den französichen Alpen -
Niebergall und Hoffmann finishen am l'Alpe d'Huez


Die Alpen verbindet man mit Skifahren und Wintersport, Alpe d'Huez hingegen mit dem Radsport. Wie schon sehr oft, wurde auch in diesem Jahr an diesem Berg die Tour de France entschieden. Seit drei Jahren haben auch die Triathleten die Chance, den Mythos Alpe d'Huez im Wettkampf erleben zu dürfen. Dieses Abenteuer wollten sich der Aegidienberger Gerry Hoffmann (48) und der Hennefer Albert Niebergall (50) nicht entgehen lassen.


Mit Verletzungen angereist, begaben sich die beiden Triathleten am 30. Juli zum Start an den Lac de Vaujany. Mit 14,5°C Wassertemperatur sorgte der Stausee für eine erste Abkühlung für den angesagten Hitzetag.


Nach 2,2 km Schwimmen ging es dann auf die Radstrecke, die es mit 3000 Höhenmetern auf 115 km Streckenlänge in sich hatte. Nach den Pässen Cole Grand Serre und Cole d'Ornan kam dann nach 102 km das Herzstück der Radstrecke, der Alpe Huez. Bei mittlerweile 33°C sollte dieser Berg zum Scharfrichter werden.

Was bei den Radprofis so spielerisch aussieht, erwies sich für die meisten Triathleten zum „Überlebenskampf“, ca. 40 Athleten stiegen bei erdrückender Hitze erschöpft aus und mussten medizinisch versorgt werden.

Die beiden Tri Power Athleten kämpften sich die 21 Kurven hoch, inspiriert von den vielen Namen der Tour de France Helden auf der Straße.




Nach 5:11 Std. und 5:58 Std. erreichten Gerry Hoffmann und Albert Niebergall das Ziel des Radsplits.
Die abschließende Laufstrecke über 22 km in Richtung Col de Sarenne war ein landschaftlicher Genuss, aber bedingt durch die vielen kleinen Anstiege in 2000 Metern Höhe auch eine sportliche Herausforderung. Wer allerdings beim Laufen verletzungsbedingt nicht auf die Sekunden schauen musste, dem bot sich auch die Gelegenheit, Touristen beim Tontaubenschießen zuzuschauen oder beim Putten zu beobachten.

Gerry Hoffmann finishte schließlich in 8:27 als 12. in der AK 45. Albert Niebergall belegte in 9:15 Rang 14 in seiner Altersklasse 50.



Im Zielbereich war dann auch noch Gelegenheit zu einem Plausch mit der amtierenden Weltmeisterin und Hawaii-Siegerin Chrissie Wellington.

Fazit: Wer sich dem Radsport verbunden fühlt, der sollte diese 21 berühmten Kehren unbedingt einmal in Angriff nehmen. Egal ob als „Pilger“ oder im Rahmen des Alpe d’Huez Triathlon.

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