13.07.2008
TRI POWER Staffel in Roth

Auch in diesem Jahr war TRI POWER Rhein-Sieg wieder mit einer Staffel beim Quelle Challenge in Roth dabei.
Die altbekannten Ironman-Standarddistanzen (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, 42,2 km Laufen) waren bereits in den Vorjahren getestet und gelitten worden, und auch dieses Jahr zeigte sich der Wettkampf von seiner harten Seite. Am Tag vorher noch schönstes Wetter, hat es die ganze Nacht zum Sonntag geregnet, und auch beim Start hatte der Wettergott kein Erbarmen. Für den Schwimmer kein Problem: das Wasser ist wärmer als die Außenluft und für Neopren fast schon zu warm.
Trotz Dauerregen ließen sich die Zuschauer die für Roth schon fast legendäre Stimmung nicht nehmen, und sie feuerten alle Teilnehmer mit ihren Begeisterungsrufen gleichermaßen an – für sie war jeder ein Sieger.

Siegen wollte auch unsere Staffel:
Bernd Fischer (im Wasser beweist er jedes Mal, warum er so heißt) ließ sich durch die aufgewühlten Wellen des Main-Donau-Kanals gleiten und holte sich gleich beim Ausstieg mit 0:52:58 Std. Platz 27. Damit wäre der Grundstein für eine Endzeit unter 9 Stunden schon gelegt, wenn, ja wenn das Wetter für den Radfahrer und anschließenden Läufer mitgespielt hätte.
Leon Söntjens, nach 1 Minute 46 aus der 1. Wechselzone heraus auf dem Rad, kämpfte verbissen gegen Wind und Regen, er selbst kein ausgesprochener Kältefahrer, den Sonnenstreifen vom Urlaub noch auf den Oberarmen, in Gedanken eher auf dem Ballon d’Alsace bei satten 30 Grad, und nun hier im nasskalten Frankenland. Auch der „Solarer Berg“ zeigte nicht was sein Name verspricht, die Sonne hielt sich dezent zurück. Nach kühlen und schmerzhaften 5:10:47 Std. dann endlich auch die 2. Wechselzone, die Übergabe des Transponders an den Läufer.

   

Herbie Engels, nach einer nassen und verfrorenen Nacht im Zelt und danach fast zehn Stunden Frieren, hatte nur noch einen Wunsch: schnell warmlaufen und bitte keinen Regen mehr. Die Sonne deutete zwar ab und zu mal an, sie ist noch da, aber ansonsten war es ziemlich bescheiden grau in grau. Max Ernst hätte da bestimmt einige interessante Motive gefunden (sein „Europa nach dem Regen“ ist ja weltbekannt). Nach schnellem Wechsel (1:09 Min.) des Staffelstabs (Chip) ging es dann auf den letzten Abschnitt, immer am Kanal entlang. Schiffe hupten vor Freude, Läufer ruderten in erwartender Euphorie dem Ziel entgegen, mit Adrenalin im Hüftgurt, Schwämme triefend im Nacken (waren die noch nicht nass genug), Zuschauer mit ausdauernder Gelassenheit im Rothfieber – da ging was ab.
Als dann auf dem letzten Drittel der Laufstrecke der Regen noch mal kübelweise runter kam, versank auch der geplante Tri Power Streckenrekord im kühlen Nass. Weniger als eine Marathonzeit von 3:00:04 war bei den Bedingungen heute nicht drin. Vielleicht sind einige im nächsten Jahr wieder dabei, vorerst sind alle mit der Gesamtzeit von 9:06:43 Std. durchaus zufrieden.

H.E.

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