29.06.2007
6. Quelle Challenge 24. Juni in Roth

MANN GEGEN FRAU

Für all diejenigen, die im letzten halben Jahr auch nur einmal zum Stammtisch erschienen sind, muss hier nicht groß berichtet werden, worum es ging. Man spürte förmlich die Spannung, wenn man in die Augen einiger Stammtischler blickte: es ging um eine Wette! Mann gegen Frau bzw. drei Männer gegen drei Frauen. Männerstaffel tritt gegen Frauenstaffel an. Zu bewältigen war eine komplette Ironman-Distanz: 3,8 km schwimmen, 180 km Radstrecke und dann noch ein Marathon mit 42,195 km Laufstrecke – als Staffel.

Die Wette beinhaltete die Zahl 3600 bzw. 60 oder auch um es ganz einfach zu machen: eine 1.
1 Stunde Vorsprung wollte die Männerstaffel erarbeitet haben, wenn ihr Läufer durch den Zielturm läuft.
60 Minuten – das musste doch machbar sein.
Die Frauenstaffel wählte deswegen ihre Crewmitglieder sehr weise:

als Schwimmerin wurde Gudrun Hansen verpflichtet (ja – die mit den roten Haaren),
als Radfahrerin trat Angelika (Angie) Engels an und für den
Laufpart wählte man Doris Streithoff.
 
Die Männer konterten mit:

Schwimmer – Alexander Zoll,
Radfahrer - Gerhard (Gerry) Hoffmann und
Läufer - Herbert (Herbie) Engels.


Die Wette war gesetzt – die Teammitglieder benannt und die Anmeldung für den Quelle Challenge in Roth am 24. Juni 2007 wurde für beide Teams positiv bestätigt.
Beide Staffeln pflegten stets einen sehr höflichen Umgang miteinander - man wünschte sich nur das Beste: „der/die Bessere möge gewinnen ...“

Auch das Training sollte eigentlich nicht so bierernst und zu intensiv gestaltet werden. Nichtsdestotrotz sah man dann doch (eher zufällig) sehr regelmäßig eine Staffelläuferin ganz früh morgens (heimlich) ihre Kilometer abspulen – nein Doris – das mit der Brötchentüte hat keiner geglaubt. Auch das schwarz/gelbe Rennradtrikot wurde bei jeder RTF mit Langdistanz gesichtet: ja Angie – du wurdest gesichtet – auch wenn Du immer sehr schnell unterwegs warst. Beim Schwimmtraining war stets die schwarze Badekappe mit den roten Haaren darunter vertreten und auch der Allner See wurde von dieser rot/schwarz Kombination sehr regelmäßig heimgesucht.

Den Männern wurde recht schnell klar: „die nehmen das RICHTIG ernst!!“.
Es kursierten Gerüchte: Angie hätte schon zwei Sätze Reifen beim Training und 3 Ketten verschlissen; Doris würde am Wochenende die Frankfurter Allgemeine persönlich aus der Mainmetropole „laufend“ abholen. Gudrun würde alle Veranstaltungen im offenen Gewässern zur Wettkampfvorbereitung nutzen – egal wo!!
Den Männern war klar: das wird ein hartes Stück Arbeit.


Sonntag, 24. Juni, Wettkampftag, 8:20 Uhr. Jetzt gilt es: Mann gegen Frau. Beide Schwimmer im schwarzen Neopren eingepackt. Gelbe Badekappen und eine blaue Schwimmbrille. Irgendwie sehen alle gleich aus. Und leider ist das auch der große Nachteil beim Schwimmen: man sieht/erkennt den „Feind“ nicht!
Um 8:35 Uhr dann der Startschuss für die Staffeln: 555 an der Zahl – aufgeteilt in zwei Gruppen! Der Start ist nichts für zarte Gemüter – da geht es doch eher recht ruppig zu.
Der Schwimmer der Männerstaffel steigt als erster aus dem Wasser: 1:00:46. Gerry übernimmt den Time-Chip und läuft aus der Wechselzone.
Jetzt zeigt sich aber auch die kluge Wahl der Frauenstaffel - der „Rotschopf“ ist nach 1:01:02 aus dem Wasser. Auch Angie rast aus der Wechselzone.

Die Radstrecke ist keine extrem bergige aber eine mit vielen Wellen. Das schmerzt beim Tempo machen dann doch mitunter ein wenig. Ansonsten halt die klassisch schöne bayerische Landschaft. Gerry ist so begeistert, dass er unterwegs noch einen schönen, großen, bunten Wiesenstrauß pflückt – hierfür hatte er auch extra ein rotes Radkörbchen mitgebracht. Nach einem heißen Temporitt von 5:03:48 schießt er dann in die Wechselzone. Hier war eigentlich schon alles klar: die Männer waren richtig schnell unterwegs. Aber auch Angie fand den richtigen Druck aufs Pedal und erreichte mit glühenden Reifen bei 5:49:06 die Wechselzone.

Herbie galt nun als sichere Bank: der könnte rückwärts den Marathon laufen. Und – in der Tat – nach 2:53:53 konnten wir gemeinsam als Staffel mit Herbie ins Ziel einlaufen: Gesamtzeit 9:01:27. Haha – das musste gereicht haben. Doch jetzt begann das bange Warten für die Jungs. In Bonn war Doris als zweitbeste Frau eine brutal gute Zeit gelaufen ...

Dann ... nach einer Stunde bangen Warten war es klar: GEWONNEN.
Doris kam mit einer tollen Laufzeit von 3:22:11 ins Ziel und die Gesamtzeit betrug somit: 10:15.22. Die eine Stunde Vorsprung war geschafft.
So richtiger Siegestaumel wollte bei den Jungs jedoch nicht aufkommen – dafür war die Leistung der Mädels zu gut!

Die Frauenstaffel erreichte Platz 6 von 30 „reinen“ Frauenstaffeln.
Die Männer Platz 18 von 288 „reinen“ Männerstaffeln.

Für alle war es ein tolles Event und eine Revanche wird nicht lange auf sich warten lassen ...


DIE GANZ HARTEN

Nachdem die Staffelteilnehmer nach ihren jeweiligen Disziplinen doch ziemlich ausgelaugt waren, hat es Angie besonders nett auf den Punkt gebracht: „Oh Mann – nach 180 km Rennrad könnte ich jetzt keinen Marathon mehr laufen“ – wie wahr!
Aber: drei Vereinsmitglieder taten es eben doch. Sie traten für die volle Distanz an. Norbert Neuenfeldt, Dieter Helbing und Jürgen Quirbach. Alle drei „finishten“ (das war aber auch nie eine Frage) und sahen entgegen manch anderer Teilnehmer nach einer kurzen Erholungsphase auch wieder recht frisch aus.

Jürgen Quirbach ging mit der Startnummer 2338 ins Rennen. Nach 1:17:29 verließ er das Wasser, nach 6:05:23 wurde das Rennrad abgestellt und die Endverpflegung konnte nach 5:25:08 in Anspruch genommen werden. Eine Gesamtzeit von 12:58:00 und Platz 1771. Glückwunsch!

Dieter Helbing: Startnummer 1860, Schwimmen 1:10:10, Rad 5:35:11, Laufen 5:07:15. Eine Gesamtzeit von 12:00:05 und Platz 1401. Glückwunsch!

Norbert Neuenfeldt war besonders schnell unterwegs: bewusst ruhig angegangene Schwimmzeit: 1:13:56. Beim Radfahren hatte sich Norbert auch nicht von Thorsten-Anfeuerungsrufen irritieren lassen und drückte mit 5:17:18 eine recht flotte Zeit aufs Pedal. Noch dazu, wo er 20 km vor Ende ordentlich Tempo rausnahm. Dies war wohl die richtige Taktik: Laufzeit - 3:40:30. Eine Gesamtzeit von 10:19:11 und Platz 370. Klasse und Glückwunsch!


FAZIT

Die Veranstaltung in Roth war erwartungsgemäß eine ganz Besondere. Die Stimmung war toll, das Teilnehmerfeld sehr hochkarätig und für die Zuschauer war es ein interessantes Spektakel.
In diesem Zusammenhang sei auch erwähnt, dass für das nächste Jahr am 13. Juli für den 7. Quelle Challenge eine Fahrt für Vereinsmitglieder angeboten werden wird. Also – streicht Euch diesen Termin schon mal rot im Kalender an. Man muss dabei gewesen sein um es zu verstehen ...

A.Z.

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