15.06.2008
Kaiser´s Bonn Triathlon

Die 18. Auflage des Kaiser´s Bonn Triathlons stand für Tri Power unter einem guten Stern.



Um 10:15 ging es los. Erst die Weißkäppchen, darunter auch Leslie und Franzi. Zusammen mit den Top Ten sprangen sie in Höhe Niederdollendorf von der ersten Fähre runter. Wie ein Piranhabecken sah es aus der Entfernung aus, als die ersten 100 Schwimmer ins Wasser gingen. Dann folgten die anderen in 5 Minuten Abstand. Nach kurzer Zeit zog sich eine kilometerlange Kette von Schwimmern entlang des Rheins. Es galt hier die Strecke von 3,8 km zu schwimmen. Der Ausstieg war kurz vor der Konrad-Adenauer-Brücke. Von der Wechselzone an der Zementfabrik in Bonn-Oberkassel führte die Radstrecke 60 km lang bis Hennef und durch das Siebengebirge. Hier kamen die schnellsten Männer bereits nach 1:30, die schnellste Frau in ca 1:45 wieder in die Wechselzone. An der Rheinpromenade galt es dann in zwei Runden die 15 km zu laufen. Leider war es hier mit der Sonne erstmal ganz vorbei und die meisten liefen im strömenden Regen los. Erst zum Schluss, als die ersten Topathleten das Ziel erreichten, hörten die Schauer langsam auf und die Sonne kam wieder.
Gleich auf den ersten Plätzen landeten unsere Staffeln in allen Wertungsklassen:
1. Platz für die Herrenstaffel Tri Power Rhein-Sieg mit Alexander Zoll, Herbie Engels und Winfried Schmidt in 3:03 Std.
Die Mixed-Juniorenstaffel "geölte Blitze" mit Anna Schneider, Dennis Joswig, Julian Pientka kamen auf Platz 2 in 3:07 und die bewährte Damenstaffel der Tri Power Frauen mit Gudrun Hansen, Angelika Engels, Doris Streithoff in 3:42 ebenfalls 2. Platz!!
Der Bonn Triathlon war auch wieder ein Austragungsort für die Mannschaftswettkämpfe der Senioren- und Mastersliga.
Das Mannschaftsteam Andreas Diehl, Frank Menke, Jürgen Quirbach, Joachm Braun belegte bei der Seniorenliga (ab 35 Jahre) den Platz 11.
Mastersliga mit Bernd Wüster, Leon Söntjens und Herbert Weilguni (45 und älter) erzielte Platz 7. Herbert Weilguni wurde dritter in seiner Altersklasse.
Erfolge auch für viele Einzelstarter!

Allerdings hat sich einigen gezeigt, wie wichtig es ist, vor dem Start die Strecken genau zu studieren. So hat sich Faris Al-Sultan bei der Radstrecke verfahren und dabei kostbare Minuten verschenkt. Auch bei uns sah ich einige auf der Laufstrecke, die sich verlaufen hatten.
Ganz in Form war auch unsere Schiedsrichterin Betina. Es schien, als hätte sie heute viel zu tun. Genau vor meiner Kamera lief sie ganz energisch hinter einem Läufer, um ihn zu verwarnen. Er hatte Kopfhörer an, was im Wettkampf verboten ist. Es gab sie heute tatsächlich wieder, die Windschattenfahrer, Barfußläufer und Halbangezogene. Noch letzten Freitag beim Stammtisch hatte sie zusammen mit Bruno über verschiedene Fälle von Zeitstrafen und Regeln beim Triathlon berichtet.

Zuzana Jezkova-Gerlach


Herbie's Impressionen:




Die besten Schwimmer weit und breit.
„Wann kommt denn endlich meine Zeit?“
Der „Dolfinman“, mit festem Blick,
Für ihn gibt's keinen Weg zurück.
„Heut schlägt mich keine andere Frau“,
Die Beiden wissen's ganz genau.
Sie warten's ab, mit viel Humor,
„Vielleicht schießt er ein Eigentor!“



Dem „Sailfish“ ist es einerlei,
Die Arme sind noch oben frei.
Der Andere macht sich kräftig Mut,
Die Fingerübungen tun gut.
Mit Lachen kommt man gut voran,
Da wird es selbst den Haien bang.
Auch Dieter glänzt vor Übermut,
Das Ganze tut ihm sichtbar gut.



Den meisten macht das Baden Spaß,
Das Wasser wär mir viel zu nass.
Die Uhren werden kurz gedrückt,
Es ist doch irgendwie verrückt.
Man muss als Fisch geboren sein,
Dann wär auch da ich nicht allein.
Auch Günter ist ganz vorn dabei,
Die Wellen sind ihm einerlei.



„Juchhu“, ich hab 'nen Fisch gekrauelt,
Die Leslie schreit vor Freude laut.
Mein Arm ist immer noch da vorn,
Ich schwimm doch gar nicht mehr im Rhein.
Jetzt müsst' ich eigentlich aufs Rad,
Mi'm Neo krieg ich keine Fahrt.
Am besten zieh ich ihn jetzt aus,
Die Andern sind schon lange raus.



Auch Leon fehlt der siebte Sinn.
„Wo muss ich eigentlich jetzt hin,
Grad war ich noch im Rhein versunken,
Jetzt muss ich aus der Flasche trinken?
Hab ich noch irgendwas vergessen?
Hab ich auch genug gegessen?
Da ist doch alles eh zu spät,
Ich mach jetzt meine Rad-Diät.“



Der Bernd plagt sich schon jetzt bergauf,
Er trägt die Schuh' im vollen Lauf.
Mit Helm und barfuß gen den Wind,
Das kann doch jedes kleine Kind.
Doch später wird es richtig schwer,
Das Rad den Berg will rauf nicht mehr.
„Mir ist jetzt alles ganz egal,
Dafür bin schneller ich im Tal.“



Auch Herbie naht im Sauseschritt,
Die Schuhe nimmt ihm keiner weg.
„Die Staffel möcht ich heut gewinnen“,
So zieht er lustig schon von hinnen.
Noch weiß er nichts von seinem Glück,
Durch Wind und Regen, Stück für Stück,
Kämpft er mit seinem Schweinehund,
.... na und?



Der Günter und sein Rad, ein Team,
Die Nummer muss noch hinten hin.
Im Wasser sicherlich ein Ass,
Das Laufen macht ihm keinen Spaß.
Warum, wieso, der Bauch ist rund,
Da kriegt man keinen Muskelschwund.
Die Klasse macht's, in jedem Alter,
Da staunen selbst Zitronenfalter.



Was ist nur mit dem Volker los,
Der Schrecken sitzt ihm tief im Schoß.
Er hat doch sicher schon gemerkt,
Dass er im Wasser nicht mehr schwimmt.
Vielleicht ist er es nicht gewohnt,
Anders zu atmen, das kommt schon
Von ganz allein nach kurzer Zeit.
Man muss nur wollen, was man plant.



Der Franzi fällt das Laufen schwer,
Liegt sie nun auf dem Rad nicht mehr.
„Was ist denn nur da vorne los,
In meinem Hals ein dicker Kloß?
Zwei Stunden fuhr ich grad herum.
Die Kette rechts, der Rücken krumm.“
Auch Franzi findet irgendwann
Das Ziel, vielleicht im Senkrechtgang.



Betina ist im vollen Stress.
„Da läuft doch einer ohne Dress.“
Sie richtet hier, sie richtet dort,
Zugleich ist sie an jedem Ort.
„Dem muss ich schnell 'ne Karte zeigen,
So geht das nicht, da bin ich eigen.
Ach ne, das ist kein Sonnenbrand,
Hab ich im Eifer ganz verkannt!“

Diese Fotos und mehr
von Axel's Fotoseite.

Text von Herbie Engels.



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